Wie groß sehe ich im Teleskop den Mond?

Antwort: Das hängt von der eingesetzen Vergrößerung ab. Bei ca. 80x Vergrößerung haben Sie den Mond Format füllend im Okular. Sie können hier schon unzählige Krater und Details erkennen. Wenn man noch mehr vergrößert, kann man sich bestimmte Regionen noch detaillierter ansehen.

Mit der höheren Vergrößerung steigen die erkennbaren Details. Bei zu hoher Vergrößerung hingegen wird das Bild notwendigerweise weicher, zudem wird die meist vorherrschende Luftunruhe deutlich sichtbar. Das Bild wabert, wirkt mehr oder weniger unscharf.

Die maximal sinnvolle Vergrößerung für den Mond liegt bei 2x Durchmesser der Öffnung in Millimeter. D. h., für einen Refraktor mit 90 mm Öffnung liegt die maximal sinnvolle Vergrößerung bei 180x. Der Vergrößerungsbereich wo der Mond noch möglichst scharf erscheint, liegt bei: Durchmesser der Öffnung dividiert durch 0,7. Beispiel für den 90mm Refraktor: 128x. Wie weit Sie bei der Vergrößerung innerhalb der sinnvollen Grenze gehen können, hängt sehr stark von der Luftruhe ab.

Wie errechne ich die Vergrößerung?

Antwort: Die Brennweite des Teleskops dividiert durch die Brennweite des Okulars ergibt die Vergrößerung

V = fObj / fOk

( z. B. 900mm durch 10mm = 90x Vergrößerung )

Wichtig: Je höher wir vergrößern, desto kleiner wird die Austrittspupille, und damit die Bildhelligkeit. Deswegen gibt es generell eine sinnvolle Obergrenze für die Vergrößerung: Öffnung des Teleskops in Millimeter mal 2. (Für einen Teleskop mit 90mm Öffnung also 180x)

Es gibt genauso eine sinnvolle Untergrenze der Vergrößerung. Sie ist dann erreicht, wenn die Austrittspupille größer als die eigene Augenpupille wird. Meist nimmt man 7mm Austrittspupille an. Sinnvoll ist dieser Wert eher nicht. Kaum wo ist der Himmel noch so dunkel, dass man eine so große Austrittspupille nützen kann. Zudem werden Teleskope kleiner Öffnung kaum so niedrige Vergrößerungen erreichen. Für das Beispiel eines 90mm Teleskops wäre die Vergrößerung bei 7mm Austrittpupille 13x. Wenn wir z.B. 900mm Brennweite haben, werden wir kaum mehr ein so langbrennweitiges Okular auftreiben können. Bei 40mm Brennweite ist meist Schluß. D.h. mit diesem 90/900 Teleskop kämen wir damit auf 22x und auf eine Austrittspupille von 4mm.

Sollte Ihr Teleskop von der Auslegung eine sehr große Austrittspupille erreichen können, so wird die niedrigste sinnvolle Vergrößerung bei 4,5mm bis 5mm Austrittpupille liegen. Der Grund liegt in der Himmelshelligkeit durch die Lichtverschmutzung. Die Austrittspupille errechnet sich aus der Öffnung durch die Vergrößerung, somit bekommen wir umgekehr bei Öffnung durch Austrittspupille die zugehörige Vergrößerung.

Wie wichtig ist eine hohe Vergrößerung?

Antwort: Kaufhausteleskope werden oft mit wahnwitzig hohen Vergrößerungen beworben, 1200x oder ähnlich.

Diese Zahlen sind reine Theorie, sinnvoll ist dies bei der bescheidenen Öffnung der einschlägig beworbenen Teleskope keinesfalls.

Generell kann man als Faustregel sagen: Die höchste sinnvoll einsetzbare Vergrößerung ist Durchmesser der Öffnung in Millimeter mal 2. Beispiel: 90mm Refraktor, die höchste sinnvolle Vergrößerung liegt bei 180x

Was ist die richtige Vergrößerung?

Anwort: Es kommt stark darauf an, was sie gerade beobachten. Fangen Sie auf jeden Fall mit der niedrigsten Vergrößerung an. Diese ergibt sich mit dem Okular mit der längsten Brennweite ihres Sets.

Steigern Sie dann die Vergrößerung stufenweise.

Als Faustregel gilt:

  1. Öffnung in mm x 2 = Maximal sinnvolle Vergrößerung (z. B. 90mm x 2 = max. 180x Vergrößerung)
  2. Je höher man vergrößert, desto dunkler wird das Bild
  3. Wenn man über 100x vergrößert, macht sich die Luftunruhe mehr und mehr bemerkbar. Das Bild wird dadurch unschärfer.

Nachfolgende Betrachtungen gelten natürlich eingeschränkt. Die angegebenen hohen Vergrößerungen sind nur dann sinnvoll anzuwenden, wenn sie von der Optik Ihres Teleskops erbracht werden können, zudem muss dafür die Lufruhe passen. Generell sind Vergrößerungen über 200x nur in eher seltenen Fällen hilfreich.

Mond:

Beim Mond geht es bei ca. 70x bis 80x los, da haben Sie den ganzen Mond im Okular. Mehr Details sieht man mit höherer Vergrößerung, ca. 100x bis 150x. Wenn Sie Details in einzelnen Kratern studieren wollen, geht es bis 250x oder 300x.

Planeten:

Merkur, Venus, da geht es bei ca. 50x los, und bei ca 100x ist schon wieder Schluß. Speziell Merkur erwischt man meist nur sehr tief am Horizont. Venus ist im Okular ausreichend groß, viel zu erkennen gibt es nicht.

Mars veträgt relativ hohe Vergrößerung. Die Polkappen sind schon bei rund 100x zu ekenne, für weitere Albedo Details muss man schon höher vergrößern, 200x bis 300x. Gerade wenn Mars sich nur als sehr kleines Scheibchen zeigt, muss man schon 300x vergrößern, um noch irgend etwas erkennen zu können. Die besten Mars Sichtbarkeiten bringen es leider mit sich, dass Mars eher tief am Südhimmel steht. Dadurch kann die Vergrößerung aufgrund der Luftunruhe wiederum eingeschränkt sein.

Jupiter braucht schon deutlich mehr Vergrößerung für die Erkennung von Details. Bei etwa 150x geht es los, 200x ist eine sehr wichtige Vergrößerung, mehr geht selten, und mehr als 250x wird man an Jupiter nur mit exquisiten Optiken und in raren Momenten außerordentlich ruhiger Luft schaffen.

Saturn ist etwas weniger anfällig für Luftunruhe, die Kontraste sind hier härter. Den Ring erkennt man schon bei relativ niedriger Vergrößerung, bei 40x z. B. ist er klar sichtbar. Für etwas mehr an den spärlichen Details muß´man schon höher als 150x gehen. In den Momenten guter Luftuhe geht auch 250x oder 300x an Saturn.

Uranus, Neptun geben keine großartigen Details her. Somit reicht es, sie als Scheibchen zu erkennen. Man findet mit 100x bis 150x voll das Auslangen.

Sternhaufen:

Offene Sternhaufen brauchen allgemein keine sehr hohe Vergrößerung, hier ist man mit 40x bis 60x meist gut bedient. Falls ein Sternhaufen viele schwache Sterne aufweist, kann es notwendig sein, höher zu vergrößern, um diese Sterne erkennen zu können.

Kugelsternhaufen sind eine andere Sache, um die helleren davon wenigstens im Randbereich auflösen zu können, braucht es schon 150x bis 250x.

Gasnebel:

Hier kommt es auf die Ausdehnung und Flächenhelligkeit an. Großflächige Nebel wird man nicht allzu hoch vergrößern können, hier liegen wir etwa im Bereich von 30x bis 80x. Eine andere Sache sind kleine Nebel mit hoher Flächenhelligkeit, z. B. Planetarische Nebel. Diese können einiges an Vergrößerung wegstecken, Manche sind so klein, dass man sie erst bei höherer Vergrößerung deutlich von einem Stern unterscheiden kann. Da geht der Vergrößerungsbereich von ca 50x bis 300x oder sogar höher.

Galaxien:

Auch hier kommt es stark auf die Ausdehung und Flächenhelligkeit an. Die wenigsten Galaxien kann man etwas höher vergrößern. Meist ist bei 40x bis 100x das Auslangen gefunden.

Terrestrische Ziele:  

Aufgrund der eher flachen Blickrichtung haben Sie starke Turbulenzen durch die natürliche Konvektion in Bodennähe im Bild. Sinnvolle Vergrößerungen im terrestrischen Bereich gehen von 15x bis etwa 80x.

Warum sehe ich Nebel und Galaxien nicht in Farbe?

Antwort: Die Netzhaut des menschlichen Auges hat zweierlei Rezeptoren: Die Zäpfchen (cones), sie sind verantwortlich für das Farbsehen bei Tageslicht. Sie sitzen im Gelben Fleck des Auges. Die Stäbchen (rods) sind um den Gelben Fleck herum und in der Peripherie der Netzhaut angesiedelt.

Damit die Stäbchen arbeiten können, muss sich erst eine gewisse Substanz ("Sehpurpur") ausbilden. Dies geschieht nur langsam bei Dunkelheit. Diesen Vorgang nennt man Dunkeladaption des Auges. Die Stäbchen sind also für das Sehen bei schwachen Lichtreizen verantwortlich. Damit können nur Helligkeitsunterschiede wahrgenommen werden. Um die Stäbchen optimal bei der astronomischen Beobachtung einzusetzen, müssen wir am Objekt vorbei schauen. Man nennt dies das indirekte Sehen.

Das Licht der Nebel oder Galaxien ist so schwach, dass man selbst in großen Teleskopen diese Objekte nur in Grautönen sieht. Leuchtende Gasnebel können allenfalls durch die sog. [O III] Strahlung in einem geisterhaften Grün erscheinen. Dann ist aber bereits so viel Licht vorhanden, dass die Zäpfchen arbeiten können.

Sobald genug Licht vorhanden ist, funktioniert auch das Farbsehen bei der astronomischen Beobachtung. Bei helleren Sternen ist die Eigenfarbe erkennbar. Manche Sterne leuchten von Natur aus einfach weiß. Farbe sehen wir an deutlich bläulichen, gelblichen bis rötlichen Sternen.

Planeten bieten genug Licht, hier können die Zäpfchen arbeiten, wir sehen die Planeten in Farbe.

Der Mond erescheint uns, trotzdem er hell genug ist, kalkweiß. Die Maria erscheinen in Grau- bis leichten Brauntönen. Die Farbunterschiede auf dem Mond sind sehr gering und damit für das Auge kaum wahrnehmbar.

Warum sieht vieles anders aus als in Büchern?

Antwort: In Büchern sind oft Astroaufnahmen die mit großen und sehr professionellen Teleskopen erstellt wurden. Auch mit Amateurteleskopen lassen sich heute beeindruckende Ergebnisse erzieheln.

Astrofotografie und visuelle Beobachtung sind zwei paar Schuhe. Film oder lichtempfindliche Sensoren in der Digitaltechnik können Licht aufsammeln, daher wird ein Astrofoto viel schwächere Details zeigen können als die visuelle Wahrnehmung hergibt. Zudem sehen die Objekte auf Astrofotos farbenprächtig aus.

Das Auge kann da nicht mit. Wir sehen bei schwachen Lichtreizen nur Helligkeitsunterschiede, keine Farben. Nur wenn ausreichend Licht vorhanden ist, spricht das Farbsehen an. Dennoch: Das Auge kann einen viel größeren Kontrastumfang bewältigen als die Astrofotografie. In dieser Sache ist das Auge der Imaging Technik einfach überlegen. Wenn wir für die visuelle Beobachtung große Amateurteleskope (meist Dobson) verwenden, dann steht die Sache auch nicht mehr in so einem krassen Mißverhältnis, was an Details und Strukturen zu erkennen ist. So manches Objekt ist dann visuell schöner zu sehen als es jegliches Astrofoto zeigen könnte.

Die visuelle Beobachtung hat durchaus ihre Berechtigung in der Amateurastronomie. Es ist ein spezielles Erlebnis, das Licht von Sternen, Nebeln und Galaxien selbst unmittelbar sehen zu können.

Warum finde ich keine Objekte im Okular?

Antwort: Dafür kann es mehrere Gründe geben.

  • Oft liegt es einfach an einem falsch justierter Sucher. Justieren Sie Sucherteleskop und Fernrohr bei Tag und gutem Licht genau zueinander. Am einfachsten geht dies mit einem mindestens 2km entfernten Masten oder einer Kirchturmspitze Stellen Sie ein markantes Detail oder genau die Spitze in die Mitte des Blickfeldes im Fernrohr. Danach den Sucher so einstellen, dass der Sucher genau mit dem Fadenkreuz darauf zielt was sie in der Bildmitte des Fernrohrs sehen. Die Sucher Justierung geschieht üblicherweise mit 3 oder 6 Stellschrauben. Damit sollten Sie zumindest das, was Sie im Sucherfadenkreuz haben, auch im Okular des Teleskops bei niedriger Vergrößerung finden.
    Anmerkung: Bei Spiegelteleskopen muss nach jeder Optik Justierung der Sucher neu nachjustiert werden.
  • Ein weiterer Grund, warum Sie keine Objekte im Okular finden, kann eine unzureichende Sternkarte sein. Knapp daneben ist auch dabeben.
  • Selbst eine Goto Montierung kann das Objekt knapp verfehlen. Wenn es nicht im Feld des Okulars ist, dann können Sie freilich nicht sehen. Vielleicht ist das Objekt nur knapp außerhalb des Okularfeldes. Ein bischen die Umgebung absuchen hilft meist.
  • Schließlich könnten Sie sich an einem Objekt "vergriffen" haben, das Ihrem Teleskop oder einfach Ihren Beobachtungskünsten nicht oder noch nicht zugänglich ist.

Warum sind Sterne auch bei 100x nur Punkte?

Antwort: Sterne sind so weit entfernt, dass sie für unsere Fernrohre Punktlichtquellen darstellen. Daher sehen sie im Teleskop wie Punkte aus. Gute Optiken zeigen sie als nadelfeine Punke. Vergrößern wir über ein bestimmtes Maß hinaus, wird die Beugungsfigur eines Sterns sichtbar. Sie besteht aus einem Beugungsscheibchen, umgeben von konzentrischen Beugungsringen.

Sterne erscheinen uns bei der astronomischen Beobachtung im wesentlichen also  als Punkte. Sehr helle Sterne wirken "größer", was aber nur ein Effekt durch Streulicht in der Optik oder einer Überstrahung im Auge ist.

Sterne als echte Scheibchen auflösen, das geht nur an einigen wenigen, wie z.B. Beteigeuze im Orion. Dazu bräuchten wir aber ein Profiteleskop wie z.B. das 5m Hale Telescope des Mt. Palomar Observatoriums oder noch größere Teleskope.

Warum steht das Bild in meinem Teleskop auf dem Kopf?

Antwort: Astronomische Teleskope sind prinzipiell für die Himmelsbeobachtung gemacht, wo es kein "Oben" und "Unten" gibt. Prinzipbedingt steht das Bild eines astronomischen Teleskops auf dem Kopf, es ist also um 180° gedreht. Bei Newton Teleskopen bleibt es dabei. Bei Refraktoren und anderen Teleskopen mit rückseitigem Einblick wird überlicherweise ein Zenitspiegel oder -prisma verwendet. Dadurch kommt es zu einer ungeradzahligen Spiegelung: das Bild ist zwar aufrecht, jedoch seitenverkehrt. Wie gesagt, für die astronomische Beobachtung spielt dies keine Rolle.

Für Tagesbeobachtungen können an Teleskopen mit rückseitigem Einblick Umkehrprismen (Amici Prismen) eingesetzt werden, Damit ist das Bild aufrecht und seitenrichtig. Für Newton Teleskope gibt es Umkehrlinsen, meist mit 1,5x Vergrößerungsfaktor. Die Qualität lässt leider meist zu wünschen übrig.

Auch in Sucherterleskopen mit geradem Einblick steht das Bild auf dem Kopf. Sucher mit 90° Einblick sind hingegen in aller Regel mit einem Amici Prisma ausgestattet, sie bieten ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild. Nur kann man mit einem Sucher mit 90° Einblick schlecht visieren. Dann braucht man eben zusätzlich eine Visiereinrichtung in Form eines Leuchtpunktsuchers oder leuchtender konzentrischer Kreise (Rigel QuikFinder oder Telrad).

Wie reinige ich meine Teleskop Optik richtig?

Antwort: Am besten so selten und schonend wie möglich!
Die schonendste Reinigung wäre, die Linsen oder den Spiegel mit sauberer und ölfreier Druckluft abzublasen. Wenn dies nicht hilft, sollten optische Flächen wie Linsen oder Spiegel, wenn unbedingt erforderlich, immer nass gereinigt werden. Dazu eignet sich ein hochprozentiger Reinigungsalkohol oder eine spezielle Reingigungsflüssigkeit für Optiken  und ein weiches Tuch oder Leder. Microfasertücher sind auch beliebt, dürfen aber nur an vergüteten Optiken verwendet werden.

Zu beachten ist, dass man bei jeder Reinigung unvermeidlich mikroskopische Kratzer in die Optik bekommt. Daher sollte man eine leichte Staubschicht auf dem Teleskopspiegel bis zu einem gewissen Grad tolerieren.

Newton Spiegel reinigen: am besten berührungslos. Dazu muß der Spiegel samt Fassung vom Tubus abgebaut werden. Der Spiegel wird aus seiner Fassung genommen, und in ein Bad mit lauwarmem Wasser und ein paar Tropfen eines neutralen Geschirrspülmittles (Palmolive) eingeweicht. Eine saubere Spritzflasche mit einer Mischung aus detstilliertem Wasser und hochprozentigem Reinigungsalkohol oder opt. Reinigungsflüssigekeit vorbereiten. Den Spiegel nach dem Bad senkrecht stellen, mit der Spritzflasche einsprühen, das Wasser sollte nach unten abtropfen und abrinnen. Nicht nachwischen! Ein paar verbleibene Wasserflecken sind kaum vermeidbar, sie sind aber ohne Bedeutung. Sollte die Verschmutzung hartnäckig sein, wiederholen Sie die ganze Prozedur. Fallen Sie nicht der Versuchung anheim, den Spiegel abreiben zu wollen! Nur mit der berührungslosen Methode vermeiden Sie Kratzer in der sensiblen Spiegeloberfläche!

Mehrfach vergütete Linsenflächen (Okulare verdrecken am ehesten) sind weniger emfpindlich. Sie können mit opt. Reinigungsflüssigkeit. und Microfasertuch gereinigt werden.

Kann ich durch das geschlossene Fenster beobachten?

Antwort: Niemand wird Sie aufhalten, dies zu tun. Jedoch: Ihre Fenster sind keine optisch präzise geschliffene Gläser. Das heißt, Sie werden mit Verzerrungen und Farbfehlern rechnen müssen. Eine sinnvolle Beobachtung ist so nicht möglich.

Astronomie ist ein "Freiluftsport"! Raus mit dem Fernrohr in die klare Nacht, unter den freien Sternenhimmel!

Kann ich durch das geöffnete Fenster beobachten?

Antwort: Das ist keine gute Idee. Meist herrschen innen und außen unterschiedliche Temperaturen. Dadurch kommt es durch das offene Fenster zu einem Luftaustausch. Kalte Luft fließt unten in den Raum ein, warme Luft zieht oben aus dem Fenster ab. Vor dem Fenster verwirbeln also kalte und warme Luftströmungen. Sie werden so kein klares Bild sehen können. Nur in sehr seltenen Fällen kann es vorkommen, daß die Innentemperatur des Raumes gleich der Außentemperatur ist. Dann wird der Blick durch das geöffnete Fenster möglich sein. Aber wohl nur für kurze Zeit, denn in der Nacht beginnt es sukzessive abzukühlen. Damit geht das Spiel mit dem Luftaustausch los.

In etwas gemilderter Form leiden auch Sternwarten mit Kuppeln an diesem Effekt. Durch den Kuppelspalt kommt es ebenfalls zu einem Luftaustausch - man nennt dies das "Kuppelseeing". In Sternwarten können allerdings Maßnahmen dagegen getroffen werden, die sich für Wohnräume nicht wirklich empfehlen.

Es bleibt dabei: Raus mit dem Fernrohr unter den klaren Sternenhimmel!

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